Depression
Depression & Ängste
sind häufig, die Behandlung
ist wichtig.
Es sind mehr Menschen
betroffen als man denkt. Depression
ist eine "Volkskrankheit",
die die Leistungsfähigkeit erheblich
einschränkt. 5 - 10% der Patienten
beim Hausarzt haben eine schwere
Depression, mindestens noch mal so
viele eine störende depressive
Verstimmung. Frauen sind generell
häufiger betroffen. Depressionen
liegen an 4. Stelle der Arbeitsunfähigkeit
und werden bis 2020 an die 2. Stelle
vorrücken. Der Verlauf ist entschieden
günstiger, wenn behandelt wird
(im Vergleich zum Abwarten). Teste
auf Depression sind wirksam - breites
Testen (= Screening) bedingt, dass
letztendlich auch mehr Depressive
geheilt werden. Wer beim Test "im
grünen Bereich" ist, braucht
sich weniger Sorgen zu machen...
Krankheitszeichen
Es liegt eine eingeschränkte
Stimmungslage mit Verlust des Empfinden
von Freude und der früheren
Interessen vor. Es sind Kraft und
Energie beeinträchtigt, so dass
Aufgaben des normalen Tagesablaufs
nicht mehr in der gewohnten Weise
erledigt werden. Häufig treten
auch Konzentrationsstörungen
und sogar Sexualprobleme auf. Bei
der schweren Depression können
zusätzlich starke innere Unruhe
oder ausgeprägte Antriebslosigkeit,
sowie zahlreiche körperliche
Beschwerden auftreten. Diese Veränderungen
können bei leichteren Formen
innerhalb von Wochen von selbst verschwinden.
Aber 10% bleiben depressiv, für
5 Jahre oder länger. Bei ca.
50% der Betroffenen ist aber danach
mit einem Wiederauftreten der Krankheitszeichen
zu rechnen. Wer zweimal eine Depression
hatte, bekommt mit einer Wahrscheinlichkeit
von über "80% einen dritten
Schub".
Häufigkeit
Depression ist eine "Volkskrankheit".
Mindestens 5% der Patienten beim
Hausarzt haben eine schwere Depression.
Depression und störende depressive
Verstimmung betreffen sicher 20%
der Frauen, die die Sprechstunde
von Haus- oder Frauenärzten
aufsuchen. Frauen sind doppelt so
oft betroffen wie Männer. Bis
zu 50 % der Patienten, die an anderen
Volkskrankheiten leiden, haben eine
schwere Depression. Die korrekte
Diagnose wird selten gestellt. Zu
den Erkrankungen, bei denen die Depression
so häufig ist, zählen Herzinfarkt,
Schlaganfall, Zuckerkrankheit (Diabetes),
Krebsleiden.
Stellen der Diagnose
"Depressive" gehen doppelt so häufig
zum Arzt wie Menschen ohne Depression.
Aber 80% geben unklare körperliche
Beschwerden an, so dass letztendlich
50% der Depressionen beim Hausarzt
nicht erkannt und nicht optimal behandelt
werden. Depressionen werden vom Arzt
wie auch vom Patient "heruntergespielt" und
als nicht behandlungswürdig
eingestuft.
Das Nichterkennen ist eine Gesundheitsschädigung, weil dadurch die Heilungschancen
vermindert werden. Speziell Menschen über 60 Jahre werden durch die Depression
mehr beeinträchtigt als durch jede andere körperliche Erkrankung.
Depressive Verstimmung, Krankheitszeichen
Bei
einer leichteren depressiven Störung liegt eine eingeschränkte
Stimmungslage mit Verlust des Empfinden
von Freude und der früheren
Interessen vor. Häufig treten
auch Konzentrationsstörungen
oder andere Beschwerden auf.
Verlauf
Diese
Veränderungen können
innerhalb von Wochen von selbst verschwinden.
Bei ca. 50 % der Betroffenen ist
aber danach mit einem Wiederauftreten
der Krankheitszeichen zu rechnen.
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