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2 BrainStim – Wirksamkeit eines neu
     entwickelten kognitiven Trainingsprogramms
     bei MS (Neuro Rehabil, 2008)


 


Thrombose

Thrombose und Embolie sind seltene Ereignisse. Im Durchschnitt trifft es jährlich eine von 1000 Personen. Thrombose ist ein "Gerinnungspropf" im Blutgefäß, meist in den tief gelegenen (nicht sichtbaren) Venen des Beines. Eine Thrombose kann in Gefäßen aller Körperregionen auftreten, so im Gehirn, im Arm, im Auge oder im Bauchraum.

Wie ist der Verlauf?
Das Gerinnsel kann sich in der Vene komplett auflösen, ohne bleibende Krankheitsfolgen.
• Das andere Extrem ist der Tod durch Ablösen des Gerinnsels und Einschwemmung in die    Lungengefäße (Embolie) . Im schlimmsten Fall kommt es durch Ausfall von großen Bereichen der    Lungenfläche und deren Folgen zum Tod.
• Dazwischen liegen bleibende Veränderungen durch das "postthrombotische Syndrom" mit    Schmerzen, Schwellung, Hautverfärbung durch Pigmentierung, "offenen Beinen" usw.

Wie lässt sich eine Thrombose / Embolie sicher feststellen?
• Nur durch recht eingreifende und belastende Untersuchungen.
• Die Bewertung äußerer Zeichen (klinische Diagnostik) ist unzuverlässig. Einzelne Symptome sind    von keinem nachweisbaren Wert.

Die folgenden Ereignisse erhöhen Ihr individuelles Risiko für eine Thrombose:
• Krebsleiden (noch unter Therapie oder bis vor 6 Monaten Therapie, nur anbehandelt, ohne dass    der Tumor komplett entfernt wurde)
• Längere Immobilisation der Beine, Lähmungen (Paralysis, Parese)
• Bettruhe über 3 Tage , größere Operation in den letzten 4 Wochen
• Schwellung des gesamten Beines
• Lokalisierte Spannung entlang der tiefen Venenpunkte
• Mehr als 3 cm Umfangsdifferenz (Messpunkt 10 cm unter tuberositas tibiae)
• In der Haut sichtbare Geflechte von Venen (superfiziale Kollateralenbildung, nicht Krampfadern    = Varicosis)
• Ödembildung

Literatur
Prophylaxis of Venous Thromboembolism. SIGN Publication No. 62 ISBN 1899893 03 2 Published October 2002
Editorial. Managing pulmonary embolism. Updated guidelines offer practical and safe clinical advice. BMJ 2003;326:1341-1342 (21 June)
Tovey C, Wyatt S. Diagnosis, investigation, and management of deep vein thrombosis. BMJ 2003; 326: 1180-1184
Kruip M et al. Diagnostic Strategies for Excluding Pulmonary Embolism in Clinical Outcome Studies. A Systematic Review. Ann Intern Med. 2003;138:941–951.

Palareti G et al. Risk of venous thromboembolism recurrence: high negative predictive value of D-dimer performed after oral anticoagulation is stopped. Thromb Haemost 2002 ;87: 7-12.

van Dongen JC et al. The Incidence of Recurrent Venous Thromboembolism After Treatment With Vitamin K Antagonists in Relation to Time Since First Event. A Meta-analysis. Arch Intern Med. 2003;163:1285-1293.
Kyrle PA, Minar E, Hirschl M, et al. High plasma levels of factor VIII and the risk of recurrent venous thromboembolism. N Engl J Med 2000;343:457-462.
Moores LK et al. Meta -Analysis: Outcomes in Patients with Suspected Pulmonary Embolism Managed with Computed Tomographic Pulmonary Angiography. Ann Intern Med.2004. 141(11): 866-874

 

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