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Prävention Demenz

Kognitive Defizite haben unabhängig von der zugrunde liegenden Primärerkrankung einen negativen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Daher rücken mögliche therapeutische Ansätze zur Prävention und Behandlung mehr und mehr in den Fokus des Interesses. Neben einer medikamentösen Intervention drängt sich zunehmend die Frage auf, inwieweit sich die Neuroplastizität therapeutisch nutzen lässt. Hierunter wird die Fähigkeit des Gehirns verstanden, sich sowohl strukturell als auch funktionell zu verändern und sich spezifischen Anforderungen anzupassen. Sehr eindrücklich sind derartige Veränderungen bei Personen, die eine bestimmte Tätigkeit über einen längeren Zeitraum ausüben und bei denen diese neben funktionellen Veränderungen auch mit solchen in der Struktur einhergehen. Neben der Neuroplastizität wie sie im gesunden Gehirn stattfindet, lassen sich adaptive Prozesse auch im geschädigten Nervensystem nachweisen. Werden Hirnregionen zerstört, können andere, noch intakte Bereiche die beeinträchtigte Funktion bis zu einem gewissen Grad kompensieren. In diesem Falle spricht man von Reorganisationsprozessen, die das Gehirn selbständig und automatisch durchführt. Basierend auf dieser Kenntnis stellt sich die Frage, inwieweit ein Training beeinträchtigter Funktionen dazu beitragen kann, spezifische Plastizitätsprozesse im Gehirn anzuregen. Neuere Studien mit bildgebenden Verfahren legen den Schluss nahe, dass die Stimulation des Gehirns mittels spezifischer Trainingseinheiten einen direkten Einfluss auf die funktionelle Organisation des Gehirns hat und somit die Induktion von Plastizität möglich zu sein scheint. Um diese Fragestellung systematisch zu untersuchen, wurde das computerisierte Trainingsprogramm BrainStim entwickelt, mit dem spezifische Aspekte des Arbeitsgedächtnisses (visuell-räumlich, verbal) trainiert werden können. Erste Ergebnisse einer Pilotstudie an gesunden älteren Personen zeigen, dass sich die trainierten Funktionen verbessern und sich diese Verbesserungen mit spezifischen klinischen Messinstrumenten abbilden lassen. Die kognitive Intervention mittels BrainStim scheint somit auf die Funktionalität des Gehirns einen positiven Einfluss zu nehmen. Inwieweit sich diese Ergebnisse an Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen des Nervensystems replizieren lassen, ist Gegenstand laufender Studien. Das BrainStim wurde an der Universität Basel in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik in Rapperswil entwickelt.

Die Software BrainStim ist bei uns erhältlich. Konkrete Anfrage zum Programm Brain Stim (Verfügbarkeit und Preise)


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